Orgel

Die 1760 von Franz Albertha errichtete Orgel wurde mehrfach umgebaut; bis heute hat sich davon das prächtige Rokoko-Gehäuse eines Bildhauers aus Pöggstall erhalten, auf dessen mächtigen Gesimsen musizierende Engel postiert sind. Dieses Gehäuse wurde 1994 auf den Originalzustand hin restauriert und gleichzeitig von der Orgelbaufirma Martin Pflüger aus Feldkirch-Gisingen ein neues Werk mit 1.108 Pfeifen, aufgeteilt auf Hauptwerk und Rückpositiv, eingebaut. Es folgt gänzlich der klassischen Orgelbautradition nach alten Handwerkstechniken und verwendet dementsprechend edle und natürliche Materialien, wie Zinn-Blei-Legierungen, verschiedene Hölzer, Schafleder (für Keilbalg, Windkanäle) etc.

Weitere Besonderheiten

Die Kirchenbänke stammen aus dem Jahr 1983. Im Presbyterium haben sich jedoch noch Bänke mit alter barocker Bemalung aus der 2. Hälfte des. 18. Jhdts. erhalten.

Unter der Orgel steht ein aus dem 17. Jahrhundert stammender schlichter achteckiger Taufstein aus Sandstein. An der hinteren Kirchenwand unter der Orgelempore sind drei Grabsteine angebracht.

Erwähnt werden muss noch der Freskenfund des Jahres 2000: Als man den linken Seitenaltar zwecks Restaurierung abtrug, wurde dahinter eine vermauerte und mit spätgotischen Malereien versehene Fensternische sichtbar. Die Fresken sind in vier „Etagen“ gegliedert und zeigen von oben nach unten den thronenden Heiland, die Muttergottes mit dem Jesuskind, die Krönung Mariens durch Christus und unten die Schutzmantelmadonna; bei dieser sind auch die bisher nicht identifizierten Stifter samt Wappen dargestellt. Außerdem ist dort die Jahreszahl „1458“ vermerkt. Spätestens damals hatte man also – wohl im Hinblick auf den projektierten Bau von Chor und Sakristei – das Fenster vermauert.

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